zur Person

Prof. Dr. phil. Andreas Strunk, Dipl. Ing.,
Jahrgang 1943, verheiratet, 3 Kinder

Andreas Strunk vertrat an der Hochschule Esslingen in der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege bis zum Eintritt in den Ruhestand (Sommersemester 2007) die Fächer "Sozialpädagogisches Handeln für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten" und "Organisationswissen für die Soziale Arbeit".

Jetzt ist er als "Querdenker" in unterschiedlichen Projekten der Sozial, Wohnungs- und Kulturwirtschaft unterwegs.

Sein beruflicher Werdegang: Zunächst "Studium Generale" am Leibniz-Kolleg in Tübingen und Aufnahme des Studiums der Psychologie und Theologie an der Universität Tübingen.

Nach Abbruch des Theologiestudiums folgte an der Universität Stuttgart ein Architekturstudium (Schwerpunkt: Orts- Regional- und Landesplanung) mit einem Forschungsauftrag zur "Wohnraumversorgung ausländischer Arbeitnehmer in Baden-Württemberg" als Diplomarbeit.

Seine wichtigsten akademischen Lehrer waren: Ernst Bloch (Geschichtsphilosophie), Hans Wentzel (Kunstgeschichte und Kunstbetrachtung), Max Bense (Semiotik und Wissenschaftstheorie), Horst Rittel (Planungsmethodologie) und Gunther Schöfl (Architektur).

Berufliche Etappen waren dann: Ausarbeitung eines Grundkurses Kommunikationstechnik für die Architekten- und Planerausbildung, Gutachten für das Sozialamt Stuttgart im Bereich der Altenhilfe, Leiter des Obdachlosenasyls in Stuttgart, Sozialplaner für die Stuttgarter Wohnungslosenhilfe, Ausbildung zum Supervisor an der Akademie für Jugendfragen in Münster, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik (ISS) in Frankfurt (u. a. Projektentwicklung zur Integration behinderter Kinder im Kindergarten), Gesamtleiter der Hans-Wendt-Stiftung in Bremen (Jugendhilfeträger). Ausbildung an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg für "Lösungsorientierte Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern". Weiterbildung zum Case Manager (DGCC-Zertifikat) in Stuttgart.

In Bremen erhielt er gemeinsam mit der Rechtsanwältin Hella Stell einen Förderpreis des Senates für das Projekt "Ambulante Hilfe für junge Haftentlassene".

In den Jahren 2001-2004 unterbrach Andreas Strunk seine Lehrtätigkeit an der Hochschule Esslingen, weil er von der GWE AG (einem Beteiligungsunternehmen u.a. der BBT, der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der Aareal-Bank) im Bereich der Wohnungswirtschaft den Auftrag erhalten hatte, den Aufbau einer Abteilung Sozialmanagement und Organisationsentwicklung dort zu übernehmen.

Andreas Strunk war Hauptgesellschafter der GISA mbH (Gesellschaft für Innovation, Systementwicklung und Soziale Arbeit) in Wernau/Neckar. Dort begleitete er u. a. Projekte der Organisationsentwicklung, Aufbau von Controllingvorhaben und Arbeit mit Großgruppen (Zukunftskonferenz, Zukunftswerkstatt, open space, Appreciative Inquiry). Für Kommunen hat er u. a. Jugendpläne ausgearbeitet. Für die Wohnungswirtschaft hat er Projekte an der Schnittstelle von Wohnungsversorgung und Sozialer Arbeit geleitet. Andreas Strunk ist mit anderen Gründungsherausgeber der Zeitschriften: "SOZIALwirtschaft" und "SOZIALwirtschaft aktuell" im Nomos Verlag, Baden-Baden, die beide nun von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. herausgegeben werden. Jetzt ist Andreas Strunk Mitglied des Beirates beider Zeitschriften und gibt für den NOMOS-Verlag Fachbücher heraus.

Vorsitzender von JUKI-Zukunft für Kinder und Jugendliche e.V. war er von 1998-2010 (Entwicklung des Feriendorfes Rappenhof incl. Zirkuspädagogik).

Ehrenamtlich ist er z.Zt. bei WohNetz aktiv: Das Netzwerk für wohnungslose Menschen.

EineAusstellung "Kunst im Kontext von Wohnungslosigkeit" im Württembergischen Kunstverein hat er 2014 kuratiert; daraus ist Bildband entstanden, der auch viel über den wohnungslosen Künstler Sebastian Blei und sein Werk aufarbeitet und dabei auch viele Informationen über die Entwicklung der Ambulanten Hilfe in Stuttgart und der Innovationsbewegung zur Enthospitalisierung der sog. "Nichtseßhaftenhilfe" enthält.

Er ist u. a. Mitglied im VSOP (Verein für Sozialplanung e.V.) und im Förderkreis Internationale Bachakademie Stuttgart e.V.

Aktuell werden seine Dienste als Coach für Führungskräfte, als Leiter von Evaluationsvorhaben, als Berater für wissenschaftliches Arbeiten und als Anreger von Projekten quer zu den unterschiedlichen Lebensbereichen in Anspruch genommen.